27/08

Kinder sind wunderbar! Aber ...

Selbstredend ist ein Kind etwas Wunderbares. Von niemandem wird ein Erwachsener so vorbehaltlos geliebt, kein anderer Mensch sieht so über offenbare Schwächen hinweg und schenkt für die bloße Existenz als Mutter oder Vater dermaßen viel Bewunderung. Großartig. Problematisch aber wird es, wenn das Kind herhalten muss für etwas anderes Sinnstiftendes - einen interessanten Job etwa oder die Frage, ob die eigene Beziehung noch trägt. Wenn es zur Ausrede wird dafür, sich beruflichen oder sozialen Konflikten nicht stellen zu müssen.
via taz.de
(HT @leralle)

Interessanter Kommentar in der taz unter der Überschrift: »Projektkinder der Edeleltern«. Der oben zitierte Abschnitt ist meiner Ansicht nach der Beste im Kommentar.

Wie die Situation in Prenzlau aussieht kann ich zu wenig sagen, aus meiner Sicht ist es jedoch nicht so, dass Eltern in der Gesellschaft als sozial höher gestellte Wesen angesehen werden. Und Kinder, die stören meist. Erst kürzlich sah ich über Twitter eine Umfrage wo man in der Bahn oder im Flugzeug gerne sitzen würde. Ja, ich habe auch gerne meine Ruhe. Sitze in der Bahn auch nicht so gerne direkt neben Kindern, wenn ich nicht mit meiner Familie unterwegs bin, denn dann lese ich. Dennoch fällt mir das Urteil schwer - nicht jedes Kind, das weiß was es will, oder des Öfteren eher nicht, ist ein Bestimmerkind, eine verzogene Göre. Manche sind einfach nur Kinder. Sie beherrschen das gesellschaftliche Spiel noch nicht so gut, deswegen fallen sie auf.