Oct 26
"Wie die Stiftung Warentest am Montag mitteilte, sei das Einsehen der Daten auch möglich, wenn der Kontoinhaber der Weitergabe seiner Daten an freie Mitarbeiter nicht zugestimmt habe. Von Millionen von Postbank-Kunden lägen keine Einwilligungen vor, berichtete Stiftung Warentest weiter. Die Vertreter bräuchten lediglich den Namen und das Geburtsdatum von Kunden in eine Unternehmensdatenbank eingeben, um detaillierte Einblicke in die Vermögenslage und Kontobewegungen von Kunden zu erhalten, hieß es weiter von der Stiftung. Die Datenschutzbehörde in Nordrhein-Westfalen halte es für unzulässig, dass freie Berater der Postbank die Girokonten der Kunden einsehen könnten."
Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2009-10/stiftung-warentest-postbank-datenschutz
Oct 26
"The biblical idea of the "kingdom" or "rule" of God must not be conceptualized as domination, but as the manifestation of the shared love of the Father and the Son in and through the Spirit."
Jürgen Moltmann, Trinity and Kingdom, 71.
Oct 24
»[Das] Denken in Figurationen [hilft] den falschen Gegensatz zwischen Individuum und Gesellschaft sowie zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Determination zu überwinden. Der Begriff der Figuration zielt auf den Sachverhalt, dass das Individuum immer Geprägtes wie Prägendes, immer ‚Münze’ und ‚Prägestock’ zugleich ist.«
Tobias Künkler in dem Band Die Welt verändern: Grundfragen einer Theologie der Transformation.
Oct 20
Er lehnt ein System ab das von einem vorgefertigten Gedanken organisiert wird und bevorzugt den unvollkommenen Rahmen des Fragments. Ich kann den Schlüssel nicht finden. Das Fragment bietet den Komfort der Leere und der Unterbrechung der Erleuchtung und der Pause. Ich habe keine Lust mehr auf dich zu hören. Ich will endlich hier raus.
Wieder mal ein Zitat aus Nanni Balestrinis Tristano (No. 6191, 56).
Oct 18
Bekannt für große Übereinstimmung mit der sich anbahnenden schwarz-gelben Koalition bin ich ja nicht gerade. Aber in zwei Punkten stimme ich ihnen gerne zu: die FDP hat scheinbar den Bezug zur Realität verloren und die schwarz-gelbe Koalition braucht niemand wirklich ...
Aber auch hinter den Pappwänden rasselten die Konfliktparteien aneinander. Zwischen den künftigen Koalitionspartnern, CDU und FDP, kam es am Samstag zu einem Eklat, den mehrere Augenzeugen inzwischen bestätigt haben. Die Protagonisten: Christian Wulff, stellvertretender Parteichef der CDU, und FDP-Chef Guido Westerwelle. Der Aggressor in diesem Streit soll Wulff gewesen sein. Besonders auf FDP-Seite wird auf diese Darstellung Wert gelegt. Die CDU-Seite kontert: Westerwelle habe bockig reagiert. Übrigens nicht zum ersten Mal, heißt es.
Wulff soll Westerwelle vorgeworfen haben, die FDP habe in der Opposition mit ihrem "unseriösen" Ruf nach Steuergeschenken den Bezug zur Realität verloren. Westerwelle drohte, angesichts solcher Unterstellungen könne man die Gespräche auch gleich beenden.
Auch der Vorsitzende der Jungliberalen, Johannes Vogel, lässt sich derzeit gern mit dem Satz zitieren: Wir sind nicht für jeden Preis zu haben. Notfalls verzichten wir auf die Koalition. Ganz ernst ist das natürlich nicht gemein, aber es zeigt das neue Selbstbewusstsein der FDP und die neue Furcht vor ihrer gewachsenen Wählerschaft.
Es scheint: Die Nerven liegen blank, gerade bei der FDP. Schon Mitte der Woche hatten liberale Spitzenpolitiker unverhohlen gedroht, dass man diese Koalition nicht unbedingt brauche, so der FDP-Haushälter Otto Fricke. Seitens der Union regiert man darauf mit Kopfschütteln. Noch bevor die Regierung vereidigt ist, stellt die FDP ein Scheitern in Aussicht. Das sei nicht unbedingt eine vertrauensbildende Maßnahme.
Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-10/koalition-westerwelle-wulff-streit